Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde

Schwallungen mit - Möckers - Niederschmalkalden - Zillbach

 









Menschen warten viel – ihr Leben lang. Aber warten sie dabei wirklich auch auf Christus, der wiederkehrt, um zu richten? Vermutlich nicht so viele, weswegen der Apostel in seinem Brief an die Gemeinde der Thessalonicher seinen frommen Wunsch aufschreibt: Mögen eure Herzen warten. Wir wissen, dass es dem Apostel ernst ist mit diesem Wunsch. In den Kreisen der Jünger und aller, die Jesus sehr nahestanden, wurde damals fest mit der baldigen Wiederkunft Christi gerechnet. Manche meinten sogar, es lohne sich gar nicht mehr, ein größeres Werk zu beginnen, weil es ja täglich so weit sein könne mit der Wiederkunft.

Das war ein Irrtum. Obwohl Jesus selbst auch dachte, dass das Ende der Welt nahe ist und mit ihm angebrochen sei. Hier purzeln die Vorstellung von Zeit und Ewigkeit ein wenig durcheinander. Gottes Zeitmaß ist ein anderes als unseres. Was aber nichts daran ändert, dass wir Menschen für die Zeit des Wartens eine klare Richtung brauchen: Die Liebe Gottes. Die Liebe also, die uns umfängt, in der wir geborgen sind und die wir anderen zuteilwerden lassen, hoffentlich. Wer liebt, muss nicht mehr warten, ist schon angekommen in der Nähe Gottes. Wer liebt, deren Herzen schlagen schon im Takt Gottes. Wer liebt, denen muss nicht bange werden vor einem Gericht. Die Liebenden erwartet sogleich das himmlische Mahl am Tisch des Herrn.


G E M E I N D E B R I E F